Die Produkte aus Schmelzbasalt sind - vor allem beim Gießen in Metallformen - glatt, mit praktisch keiner Apsorptionsfähigkeit. Zwecks ihrer besseren Haftung an Bindemittel sind sie auf der nicht verarbeiteten Seite mit feineren oder gröberen Rillen versehen und beim Gießen wird in diese Oberfläche noch Sand eingedrückt, dessen einzelne Körner, die im Basalt fest gebunden sind, die Rauheit der Oberfläche vergrößern. Durch Adhäsionskraftprüfungen wurde nachgewiesen, dass die auf diese Art mit Sand behandelten Gussteile eine sehr gute Adhäsion sowohl gegenüber klassischen, als auch modernen synthetischen Bindemitteln aufweisen.
Rillen auf der Rückenseite des Steines für bessere Haftung beim Verlegen:
Bezeichnung „R“ - grobe Rillen Bezeichnung „JR“ - feine Rillen
Grobe Rillen - „R“ - auf der Rückenseite werden vor allem bei Industriepflaster benutzt, das für
schräge und senkrechte Flächen von Vorratsbehältern, zur Auskleidung von Redlerförderbändern und anderen technsichen Anlagen bestimmt ist.
Das Fußbodenpflaster ist auf der Rückseite mit feinen Rillen versehen - „JR“.
Im Hinblick auf die praktische Null-Apsorptionsfähigkeit empfehlen wir bei der Verklebung von Basaltpflaster den Einsatz von flexiblen Klebstoffen. Oder von Klebstoffen zur Verklebung von nicht apsorptionsfähigem Material.
Verlegung
Basaltpflaster wird auf normale, aus dem Bauwesen bekannte Art verlegt. Man muss jedoch mit einer größeren
Stärke des Verbindungsklebstoffes oder Fugenmittels rechnen, und zwar im Hinblick auf die Stärkentoleranz des Basaltpflasters von ± 2 mm oder
etwaigen Unebenheiten der Betongrundlage.
Vor der Verlegung werden die Steine von Staub gereinigt, vor allem durch Eintauchen ins Wasser. Nach der Reinigung und ggf. weiterer Aufbereitung der Grundlage wird das Pflaster in ein Mörtelbett oder ein Bett aus feuchter Betonmischung verlegt. Das Pflaster kann auch mit Kitt ebenso wie Keramikfliesen auf einen aufbereiteten, ordnungsgemäß gereinigten, ausgereiften und kompakten Betonuntergrund geklebt werden. Der Klebstoff ist auf der ganzen Klebfläche zu verteilen. Wir empfehlen die Auftragung des Klebstoffs mittels einer Zahnspachtel durchzuführen. Bei der Verlegung ist darauf zu achten, dass unter den Fliesen keine Hohlräume entstehen und dass das Pflaster ganzflächig auffliegt. Der Klebstoff kann in die Fugen höchstens bis zu 1/3 der Pflasterstärke eindringen. Es ist nicht gestattet, den Verbundklebstoff auf die Rückseite der einzelnen Steine aufzutragen. Verlegungstemperatur (inklusive Untergrund) gemäß Empfehlung des Klebstoffherstellers.
Verfugung
Die Verfugung wird erst nach ausreichender Aushärtung des Klebstoffes, frühestens nach 1 - 2 Tagen durchgeführt. Für die Verfugung können
übliche Fugenmittel verwendet werden. Die empfohlene Fugenbreite zwischen den Steinen beträgt mind. 3-4 mm. Die Fugen müssen
gleichmäßig breit, gerade und nicht eingesunken sein. Die Fugen werden mit Fugenmittel ausgefüllt und dürfen
nicht über das Fußbodenniveau herausragen. Überflüssiges Fugenmittel ist abzuziehen.
Im Hinblick zu einzelnen Unebenheiten der Oberfläche (mangelnde Glasur) ist bei
der Verlegung, vor allem jedoch bei der Verfugung auf die „Sauberkeit“ des Werkes zu achten. Wird das Fugenmittel länger -
nach Austrocknung -auf den Steinen gelassen, kann es nur sehr schwierig beseitigt werden. Wir empfehlen also sofort nach dem partiellen
Abbinden die Steine abzuwaschen. Es gibt zwar chemische Mittel zur Beseitigung von Fugenmittelresten, aber warum sollte man sich
zusätzliche Sorgen und Arbeit machen.
Im Hinblick auf die Wärmeausdehnung von Schmelzbasalt empfehlen wir
die Dehnfugen so anzupassen, dass sie doppelt so breit sind wie bei der Verlegung von Keramikfliesen, oder
oder den Untergrund durch Dehnfugen in doppelter Anzahl aufzuteilen.
VERLEGUNG VON BASALTPFLASTER IN SPEZIELLE FÜLLMASSEN
Spezielle Füllmassen für die Verlegung von Basaltpflaster werden überall dort eingesetzt, wo derartige
Arbeitsbedingungen existieren, in denen mit geläufigen Klebstoffe die vollkommene Fixierung
der Steine am Untergrund in der jeweiligen Umgebung nicht garantiert werden kann. Es handelt sich vor allem um stark mechanisch oder chemisch
belastete Flächen. Nur unter diesen speziellen Bedingungen lohnt es sich, diese Füllmassen zu benutzen, denn ihre Anwendung
ist wirtschaflich wesentlich aufwendiger. Am meisten werden bei der Verlegung und Verfugung von Basaltpflaster
Epoxidfüllmassen in- und ausländischer Hersteller benutzt.
Im Falle von Spezialanwendungen empfehlen wir die Angelegenheit mit dem Hersteller der Füllmasse zu konsultieren.
SCHNEIDEN VON BASALTPFLASTER
Erfolgt mittels Diamantsägeblättern unter intensiver Wasserkühlung. Auf Grund dreißigjähriger Erfahrung des Herstellers mit
dem Schneiden von Basalplatten können wir Bauunternehmen die Diamantsägeblätte DIAMANT BOART empfehlen.
| Durchmesser | Bezeichnung | Segmentabmessungen |
| D250 | D2235 | 40 x 2,4x 8 |
| D300 | D2215 | 40 x 2,8 x 10 |
| D350 | D2218 | 40 x 2,8 x 10 |
| D400 | D2220 | 40 x 3,2 x 10 |
| D500 | D2074 | 40 x 3,8 x 10 |
Der Hersteller offeriert ebenfalls die Lieferung von Basaltpflastersteinen auf Grund einer Zeichnung
oder Skizze des Kunden gegen Aufpreis. Besonders empfehlenswert ist gemeinsam mit dem Pflaster auch die Bestellung von geschnittenen Pflastersteinen
der Hälfte der Verbundpflaster Modell FLORENTINA, und zwar in der Längs- und Querachse des Pflasters. Der Hersteller
empfiehlt den Kunden auch, sich auch Sockelfliesen zur Verkleidung der Innen- und Außenecken
der zu verkleidenden Bereiche zuschneiden zu lassen.
Basaltpflaster kann auch mit Diamantbohrkronen gebohrt (z.B. für die Montage von Maschinen in
Produktionshallen) oder mit Diamantwerkzeugen gefräst werden. Das übliche Abschleifen kann auch mit
Karborund-Schälmaschinen, und zwar nass und trocken durchgeführt werden.
INSTANDHALTUNG
Die Oberfläche von Basaltpflaster ist staublos und kann gut mit der normalen, aber auch mechanischen Reinigungstechnik
sauber gehalten werden. Dies betrifft auch die rutschhemmende Ausführung, wo Erhebungen für eine einfache Reinigung
konstruiert sind. Basaltpflaster ist auch gegen starke chemische Mittel beständig, die bei
der Sanitärreinigung eingesetzt werden.
Bei Interieurpflastern empfiehlt der Hersteller die Reinigung nach der Montage mit einer 8%-igen Essiglösung und im Anschluss mit geläufigen
Mitteln zur Instandhaltung von Bodenbelägen zu wachsen und danach mit einem feuchten Lappen zu wischen.
Empfehlungen aus der Praxis: Bei abschließendem Reinigen des Fußbodens empfehlen wir in den Wasserbehälter einen
Esslöffel Petroleum beizufügen und mit dieser Lösung den Fußboden zu wischen.